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Geschichten für die Kleinen. Ob als Gute Nacht Geschichte, oder einfach für zwischendurch zum vorlesen, diese Tiergeschichten kommen immer gut an und man lernt noch was dabei...
Auf Wunsch liefern wir diese Geschichten auch in Buchform
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Ameisen

Große Aufregung gab es im Wald. Ein paar Kinder waren in den Wald gekommen und hatten mit großen Stöcken einen Ameisenhügel zerstört.
Kreuz und quer liefen die Ameisen durcheinander.
Keiner wusste recht, was er machen sollte.
Plötzlich erschien die Ameisenkönigin. Auf ihren Befehl hin mussten die Soldaten nachsehen, was alles kaputt war.
Nach kurzer Zeit kamen die Soldaten zurück und berichteten ihrer Königin.
„Majestät“, sagten sie, „alles ist kaputt. Nichts kann man reparieren!“
„Dann müssen wir einen anderen Platz suchen und uns einen neuen Ameisenhügel bauen.“
Sofort setzte sich die ganze Kolonie in Bewegung. In einer langen Reihe liefen sie durch den Wald.
Vorneweg ging die Königin, umringt von ihren Soldaten. Hin und her wanderten sie auf der Suche nach einem guten Platz, aber entweder es war zu nass, oder es wuchs zuviel Moos, oder es hatte große Tiere in der Nähe, zum Beispiel Rehe, Füchse und Hasen.

Es war schon spät am Mittag, als die Königin anhalten ließ. „Hier ist ein trockener Platz, hier bauen wir einen neuen Ameisenhaufen.“
Sofort kamen die Arbeiter mit Tannennadeln, Erde und Sand und begannen einen neuen Ameisenhaufen zu bauen. Als es Nacht wurde, ruhten alle aus, nur die Soldaten mussten wachen.
Tagelang schufteten die Arbeiter, dann war die Ameisenkönigin zufrieden.

Nun mussten die Arbeiter für den Wintervorrat sorgen, denn bald würde der erste Schnee fallen und man würde die Öffnungen des Ameisenhaufens verschließen.
Unermüdlich schleppten die Arbeiter Vorräte in den Bau und als der erste Schnee fiel, hatten sie genug gesammelt, um gut durch den Winter zu kommen.
Die Ameisenkönigin gab Anweisungen, die Öffnungen zu schließen.
Nun war es warm und gemütlich im Ameisenhügel und zusammen mit der Ameisenkönigin erwarteten die Ameisen die Frühlingszeit.

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 Bambi
Bambi war ein kleines Reh. Seine Mutter hatte es zwischen hohen Grashalmen versteckt.
Bleib hier sitzen, bis ich wiederkomme, hatte sie gesagt. Aber nun hatte Bambi Hunger und seit einiger Zeit hörte es ein seltsames Geräusch, das langsam näher kam.
Ängstlich schaute Bambi immer wieder in die Richtung in der seine Mutter verschwunden war.
Aber sie kam nicht.
Plötzlich hörte Bambi Stimmen und es sah Männer auf sich zukommen.
Ein riesiger Mähdrescher schob sich langsam auf Bambi zu.
„Mama“, rief Bambi. Es sprang auf und rannte voller Panik zum Wald.
Nun war es zwar außer Gefahr, aber wo war seine Mama?
Ich werde sie suchen, sagte sich Bambi und lief tief in den Wald hinein.
Nach einiger Zeit kam es zu einem Jägerstand und weil es müde war, legte es sich auf den Boden und schlief ein.
Zum Glück kam der Jäger. „Du armes kleines Reh“, sagte er, nahm es auf den Arm und trug es nach Hause in seinen Garten.

In der Zwischenzeit war Mutter Reh zurückgekommen, um ihr Bambi zu holen.
Voller Angst sah sie, dass sein riesiger Mähdrescher gekommen war und alles abgeerntet hatte.
Wo ist mein Kind? In ihrer Angst rannte sie hin und her, aber Bambi war verschwunden. Traurig ging Mutter Reh in den Wald.
„Warum bist du so traurig?“ fragte die Eule.
„Ich habe mein Kind verloren und weiß nicht, wo ich es suchen soll!
„Ich habe Bambi heute morgen in Richtung Jägerstand gehen sehen.“
Schnell rannte Mutter Reh zum Jägerstand, aber Bambi war nicht da,.
„Bambi, Bambi“, rief sie, aber sie bekam keine Antwort.
Eine feine Stimme am Waldboden rief: „Mutter Reh, der Jäger hat Bambi mitgenommen!“
„Danke liebe kleine Maus, „rief Mutter Reh und war schon unterwegs zum Jägerhaus.
Bald stand sie am Gartenzaun. Ja da stand Bambi.
„Mama“, freute sich Bambi und schon kam es durch die Gartentüre.
Zu zweit liefen sie in den Wald.
„Ich lasse dich nie mehr allein“, sagte Mutter Reh und küsste ihr Bambi zärtlich auf die Wange.

Rehkitz

 

Boby, der kleine braune Hund
Boby, ein kleiner brauner Hund lebte auf einem großen Bauernhof.
Er war ein neugieriger kleiner Hund.
Es gab auch viele interessante Dinge zu sehen. Manchmal jagte er Hühner über den Hof, oder er rannte bellend hinter den Kühen her, so dass diese erschreckt davon stoben.
Boby hatte auch viele Freunde auf dem Bauernhof. Sein bester Freund aber war Florian, der Sohn des Bauern.
Boby begleitete Florian immer zur Schule und wartete dann vor der Türe bis Florian wieder herauskam.
Eines Tages, Florian war wie immer in der Schule, wurde es Boby langweilig.
Da sah er einen offenen Lastwagen. Hmmmh hier roch es gut. Mit einem Satz sprang Boby auf den Lastwagen. Er schnüffelte an jeder Kiste und an jedem Korb. Doch was war das? Die Lastwagentüre fiel zu und Boby war gefangen!
Ängstlich verkroch er sich in einer Ecke.
„Florian“, heulte er, „hilf mir.“ Aber Florian konnte ihn nicht hören.
Der Lastwagenfahrer hatte Boby nicht gesehen und fuhr los.
Als Florian aus der Schule kam, war Boby verschwunden.
Der Lastwagen fuhr in der Zwischenzeit weit übers Land. Zwei Tage und Nächte war Boby schon unterwegs, als am dritten Tag plötzlich die Türe aufging. Langsam kam Boby hervor aus seinem Versteck. Er war unsicher, hungrig und durstig.
„Wo bin ich“, weinte Boby, „ich will zu Florian.“
Ich muss zurücklaufen, ich muss Florian suchen, dachte Boby.
Tag für Tag lief Boby an der Straße entlang. Ab und zu trank er etwas Wasser aus eine Pfütze, doch zu essen fand er kaum etwas.
Keiner musste Boby sagen, in welche Richtung er laufen musste. Er fühlte einfach , dass es richtig war.
Viele Tage später, Boby war am Ende seiner Kräfte, sah er den Bauernhof vor sich.
Jeden Tag war Florian draußen um zu sehen ob Boby kommt.
Auch heute lief er zur Straße. Hin und her lief er. Nichts. Schon wollte Florian wieder zurück, da sah er am Ende der Straße einen kleinen schwarzen Punkt.
„Boby“, rief er und rannte los.
Boby konnte nicht mehr laufen. Er fiel einfach um.
Aber schon war Florian da. Er nahm in auf den Arm, er streichelte ihn, dann trug er ihn vorsichtig nach Hause. Er gab ihm zu essen und zu trinken, er badete ihn und verband seine Wunden.
nach ein paar Tagen hatte Boby sich wieder erholt und konnte wieder herumspringen.
Nie mehr steige ich in ein fremdes Auto ein, dachte Boby.
Florian und Boby aber tollten jeden Tag im Hof herum.


braunerhund

Der Maulwurf
Tag für Tag lebte Oli der Maulwurf mit seiner Mutter unter der Erde.
Sie hatten ein gemütliches Heim. Von ihrer Höhle weg führten viele Weg und überall fanden Oli und seine Mutter etwas zu essen.
Eigentlich konnte Oli zufrieden sein, doch Oli war ein neugieriger Maulwurf.
Was gibt es wohl über der Erde, dachte er.
War es da auch so dunkel? Roch es da auch so gut nach Futter? Hatte es da auch so viele Gänge?
Lauter Fragen die ihm niemand beantworten konnte. Oli wusste nur, dass es für Maulwürfe auf der Erde gefährlich war. Aber warum?
Einmal hatte er seine Mutter gefragt, ob er nach oben auf die Erde gehen dürfe, aber seine Mutter hatte es streng verboten. Ein paar Mal hatte Oli versucht heimlich zu verschwinden, aber seine Mutter hatte ihn jedes Mal zurückgeholt.

Einmal wachte Oli ziemlich früh auf. Er sah, dass seine Mutter noch fest schlief.
Das ist die Gelegenheit, dachte er. Ich will nach oben gehen und schon machte er sich auf den Weg.
Durch einen langen dunklen Gang musste er gehen. Plötzlich fand er das Loch, das nach draußen führte. Nun war er über der Erde!
Es war noch dunkel. Oli rannte hin und her. Er war glücklich.
Neugierig schnüffelte er hier und da. So war das also auf der Erde.
Oli konnte nicht verstehen, warum seine Mutter ihn vor der Erde gewarnt hatte. Es war doch so schön und es roch so gut.
Nun geschah etwas seltsames.
Ein leuchtendes Licht erschien am Himmel. Oli konnte nichts mehr sehen. Wo war er? Wo war seine Mutter und wo war das Loch zu seiner Höhle?
Oli setzte sich hinter einen großen Stein. Um ihn herum begann das Leben.
Vögel zwitscherten in den Bäumen und ab und zu kam ein Tier vorbei.
Oli konnte nichts mehr sehen. Fest hatte er die Augen zugemacht.
Plötzlich hörte Oli eine Stimme.
„Wer bist du und was tust du hier?“ fragte die Stimme
„Ich bin OIi der Maulwurf“, sagte Oli, „ich lebe sonst unter der Erde im dunkeln. nun wollte ich einmal sehen wie es hier oben aussieht. Ich wusste nicht, dass es hier so ein helles Licht gibt. Nun kann ich nichts mehr sehen und das Loch zu meinem Heim finde ich auch nicht mehr. Kannst du mir helfen?“ fragte Oli ganz verzagt.
„Natürlich helfe ich dir“, sagte die Stimme, „was soll ich tun?“
„Oh, das ist lieb von dir“, sagte Oli, „such nach einem großen braunen Hügel. Das ist der Eingang zu meiner Höhle.“
„Gut, ich suche den braunen Hügel“ sagte die Stimme und Oli hörte wie Schritte sich entfernten.
Nach kurzer Zeit kam die Stimme zurück.
„Ich habe den Eingang gefunden,“ sagte die Stimme, „komm folge mir, ich führe dich.“
Dankbar lief Oli neben der Stimme her.
„So“, sagte die Stimme plötzlich, „hier ist der große braune Hügel und hier ist der Eingang zu deiner Höhle
„Ich danke dir“, sagte Oli, „ich kann dich zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass du ein sehr liebes Tier bist.“
Schnell schlüpfte Oli in die Höhle. Nun war er zu Hause.
„Nie wieder werde ich nach oben gehen“, versprach Oli seiner Mutter.
Ohne Worte nahm die Mutter Oli in den Arm und drückte ihn fest an sich.


maulwurf

Die zwei Schnecken
Frieda und Franz waren zwei Schnecken. Ihre Körper waren braun und auf dem Rücken trugen sie ein wunderschönes Schneckenhäuschen. Wenn die Sonne auf das Häuschen fiel, glänzte es golden.
Frieda und Franz wohnten in einem Gemüsegarten. Jeden Tag aßen sie Salat, Blumenkohl, Weißkraut und anderes Gemüse.
Eines Tages beschlossen Frieda und Franz in einen anderen Garten zu gehen.
Dieser Garten war ein Kinderspielplatz.
Kaum waren Frieda und Franz angekommen, stürmten auch schon einige Kinder auf den Spielplatz.
Ein paar Buben spielten Fußball und ein paar Mädchen fuhren mit ihren Puppenwagen spazieren. Laura und Sarah waren zwei Mädchen, die immer und überall wo sie hinkamen Dinge sammelten.
Plötzlich sahen sie die zwei Schnecken.
„Oh, was für schöne Schnecken mit Häuschen“, sagten sie und legten Frieda und Franz in ihr Körbchen.
Frieda und Franz hatten schreckliche Angst.
Sie krochen zurück in ihr Schneckenhäuschen. Dort fühlten sie sich sicher.
Am Abend, als die beiden Mädchen nach Hause mussten, nahm jede von ihnen eine Schnecke mit.
Die Mutter von Sarah sagte: „Liebe Sarah, bitte bringe die Schnecke in den Garten, ich will keine Schnecke in der Wohnung.“
Sarah trug Frieda in den Garten und setzt sie vorsichtig ins Gras.
Nun war Frieda wieder frei. Aber wo war Franz?
Auch die Mutter von Laura mochte keine Schnecke in der Wohnung und so musste Laura sie auch in den Garten tragen.
Nun war Franz wieder frei. Aber wo war Frieda?
Beide Schnecken beschlossen ohne vom anderen zu wissen, in den Gemüsegarten zu kriechen.
War das eine Freude, als sie sich im Gemüsegarten wieder trafen.
„Wir wollen nie mehr aus diesem Garten weggehen,“ sagten sie und zusammen erkletterten sie einen Blumenkohl und aßen sich an den köstlichen weißen Röschen satt.

schnecken

 
Emil der kleine Hase

Emil war ein kleiner trauriger Hase. Er hatte weder Bruder noch Schwester, daher war er immer allein. Alle seine Freunde hatten Geschwister und Emil wurde ganz neidisch, denn er hätte auch gerne Geschwister gehabt. Wenn Emil mit seinen Eltern unterwegs war, lief er mit traurigen Augen und hängenden Ohren hinterher.
Eines Tages waren Emil und seine Eltern wieder unterwegs um Futter zu suchen. Sie näherten sich dem Waldrand, da wo die große grüne Wiese begann.
Wieder lief Emil gelangweilt hinter seinen Eltern her.
Plötzlich blieb Emil stehen. Sahen da nicht zwei Hasenohren aus dem tiefen grünen Gras? Langsam schlich er sich näher und näher. Tatsächlich, da saß ein kleiner brauner Hase.
„Guten Tag“, sagte Emil, doch der kleine Hase gab keine Antwort.
„Du bist sehr schön,“ sagte Emil, doch wieder bekam er keine Antwort.
Seltsam, dachte Emil, warum spricht der kleine Hase nicht mit mir?
Vorsichtig kam Emil näher. Er stupste ihn mit seiner Nase an. Der kleine Hase fiel um.
„Oh, Entschuldigung,“ sagte Emil, doch der kleine Hase sprach immer noch nichts.
Nun bemerkte Emil, dass der kleine Hase aus Plüsch war.
Das ist ja wunderbar, dachte Emil. Vorsichtig nahm er den kleinen Hasen zwischen seine Zähne. Jetzt hab ich auch einen kleinen Bruder.
Nun war es Emil nicht mehr langweilig, wenn er mit seinen Eltern unterwegs war, denn Emil nahm jetzt immer und überall seinen kleinen Plüsch-Bruder mit.
Am schönsten aber wer es für ihn, wenn er abends in seinem Nestchen lag, ganz eng an den Plüschhasen gekuschelt.

hase

Enten
Ein Ei hatte die Entenmutter in ihr liebevoll ausgepolstertes Nest gelegt.
Viele Tage hatte sie sich auf das Nest gesetzt, um es warm zu halten.
Nun war es soweit. Die Eierschale hatte einen Sprung bekommen und endlich schlüpfte ein kleines gelbes Entlein heraus. Mutter Ente war stolz. Sie nannte ihn Benni.
Benni war ein lieber Junge. Eifrig schwamm er hinter seiner Mutter her und wenn sie tauchte, tauchte er auch.
Auch an Land lernte er von seiner Mutter. Er suchte wie sie nach Würmern und Raupen.
Benni hatte keinen Vater. Dieser war eines Tages nicht mehr zurückgekommen.
Am See gab es noch viele Entenmamas und Benni hatte viele Freunde.
Das Wetter war schön, es gab genug zu essen und viel zu erzählen.
Es waren herrliche Tage. Benni hatte sein gelbes Federkleid gegen lange weiße Federn getauscht. Immer wieder übte seine Mutter mit ihm fliegen.

Nun kam der Herbst. Der Entenchef rief alle Enten zu sich und sagte: „In zwei Tagen treffen wir uns an der alten Scheune und fliegen zusammen nach Afrika.“
Alle waren aufgeregt. Benni konnte es kaum erwarten.
Auch Bennis Mutter war aufgeregt. Hoffentlich schafft Benni die weite Reise, dachte sie.
Mutter Ente putzte ihr Federkleid und Benni musste es auch tun.
Nun war der Tag der Abreise da. Der Chef flog voraus und alle Enten flogen hinter ihm her. Es war herrlich so durch die Luft zu fliegen.
Sie waren schon einige Stunden unterwegs, als von unten nach ihnen geschossen wurde. Ein paar Männer standen auf der Wiese neben einem See und schossen nach den Enten.
Plötzlich schrie Mutter Ente auf und fiel nach unten ins Wasser.
Zum Glück fiel sie ins dichte Schilfgras.
Benni erschrak. Sofort flog er hinunter, um nach seiner Mutter zu sehen. Eine Kugel hatte den Flügel von Mutter Ente verletzt.
„Benni“, rief sie, „flieg mit den anderen ich kann nicht mehr weiter.“
„Nein“, sagte Benni, „ich bleibe bei dir.“
Er sorgte für seine Mutter. Er suchte Würmer und Raupen. Er machte ihr ein weiches Bett und in der Nacht legte er sich ganz dicht neben sie und wärmte sie.
Langsam heilte der Flügel wieder. Doch die anderen Enten waren fort und Benni und seine Mutter blieben allein zurück.

Als der Winter kam fror der See zu. Es gab keine Würmer und Raupen mehr und Benni musste oft weite Wege gehen um etwas zu essen zu finden.
Nachts wärmten sie sich gegenseitig. Es war eine schlimme Zeit.
Eines Tages merkten sie, dass die Tage wieder wärmer wurden. Langsam streckten die Blümchen ihren Kopf aus der Erde und Benni fand immer mehr Würmer und Raupen.
Es war Frühling.
Eines Tages, Benni und seine Mutter waren unterwegs um Futter zu suchen, hörten sie Entengeschnatter. Schon sahen sie den Chef und alle ihre Freunde zurückkommen. War das eine Freude.
Nun war aller Kummer vergessen und Mutter Ente und Benni verlebten einen herrlichen Sommer.



Ente

Fedor die Eule
Fedor war eine Eule. Er wohnte in einer Baumhöhle mitten im Wald. Fedor hatte große gelbe Augen, mit denen er bei Nacht sehr gut sehen konnte.
Bei Tag schlief er meistens, denn das Tageslicht tat seinen Augen weh.
Fedor hatte keinen Freund. Oft saß er traurig auf dem Ast vor seiner Baumhöhle und dachte, wie schön wäre es jetzt, wenn ich jemand zum spielen und plaudern hätte.
Oft sah Fedor auf dem Waldboden Mäuse und andere kleine Nager, aber wenn er seine Flügel aufmachte um nach unten zu fliegen, rannten alle voll Angst davon.
Fedor wusste, dass die anderen Eulen Mäuse fraßen, aber er mochte keine Maus, er aß lieber Beeren und Pilze.
Doch das wussten die Mäuse ja nicht.
Eines Nachts, saß Fedor wieder auf seinem Ast und dachte, ach wenn ich doch nur einen Freund hätte. Da sah er unten am Boden eine kleine Maus, die hatte sich mit dem Fuß an einer Wurzel verfangen.
„Soll ich dir helfen?“ fragte Fedor und flog auf die Erde.
„Bitte, bitte tu mir nichts“, weinte die Maus
„Aber nein,“ sagte Fedor, ich tu dir nichts, ich fange keine Mäuse ich will dir nur helfen.
Mit seinem Schnabel biss Fedor die Wurzel durch. Kaum war die Maus frei, verschwand sie im Mauseloch.
Enttäuscht flog Fedor wieder auf seinen Ast zurück.
Am nächsten Abend, als Fedor wieder auf seinem Ast saß, hörte er plötzlich eine Stimme vom Waldboden her.
„Hallo Fedor, ich bin Mano die kleine Maus von gestern, ich will mich bei dir bedanken.“
Erstaunt sah Fedor nach unten.
„Fedor“, sagte Mano, „wenn du mir versprichst, mir nichts zu tun, laufe ich nicht davon, wenn du kommst.“
Erfreut versprach Fedor Mano nichts zu tun. Dann flog er auf den Waldboden.
„Ich bin so froh, dass du nicht wegläufst, kleiner Mano, ich suche nämlich schon lange einen Freund.“
Lange plauderten und lachte sie zusammen, dann ging jeder zu seinem Schlafplatz zurück.
Acuh die anderen Mäuse merkten bald, dass Fedor nicht gefährlich war und bald kamen auch die anderen Mäuse, um mit Fedor zu plaudern und zu lachen.
Nun war Fedor glücklich. Nie mehr wurde es ihm langweilig.
Er hatte jetzt viele Freunde.

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Fritz der Spatz
Frau Maier wohnte in einem Haus mit Terrasse. Vom oberen Balkon hing eine Blumenampel herab. Eines Tages steckte Frau Maier eine grüne und eine rote kleine Raupe aus Holz in die Blumenampel. Das sah richtig niedlich aus. Frau Maier freute sich.
In dem Garten der zum Haus gehörte gab es viele Vögel. Da waren Meisen und Amseln, da gab es Rotkehlchen und Spatzen. Einer der Spatzen hieß Fritz.
Er war ein neugieriger Vogel. Überall steckte er seinen Schnabel hinein. Ob es die Gießkanne oder das Wasserfass war, ob es der Blumenkübel, oder der Korb mit Gartengeräten war, Fritz musste alles genau ansehen.
So bemerkte Fritz natürlich auch sogleich die zwei Raupen. Die sind aber groß, staunte Fritz. Er überlegte, wenn ich da einen davon aufesse, brauche ich den ganzen Tag nichts mehr fangen.
Schnell, bevor ein anderer Vogel ihm zuvor kam, stürzte sich Fritz auf die grüne Raupe. Doch was war das? Fritz zuckte zurück, die Raupe war ja ganz hart!
Wieder probierte Fritz, diesmal ein bisschen vorsichtiger, denn der Schnabel tat ihm noch weh.
Nein, diese Raupe war nicht zu essen. Endlich begriff Fritz, diese Raupe war aus Holz. Ärgerlich hackte Fritz mit seinem Schnabel nach den zwei Raupen.
Doch dann besann er sich. Eigentlich könnten diese Raupen doch seine Freunde sein.
So kam es, dass Fritz seine Freunde jeden Tag besuchte. Er erzählte ihnen von seinen Erlebnissen und wenn er abends in seinem Nest saß, freute er sich schon auf seinen nächsten Besuch.

Die Katze des Nachbarn hatte beobachtet, dass Fritz jeden Tag auf die Blumenampel flog, um mit seinen Freunden zu reden.
Das ist eine gute Gelegenheit Fritz zu fangen, dachte die Katze.
Sie versteckte sich auf einem Baum in der Nähe der Blumenampel und als Fritz seine Freunde besuchte, sprang sie mit einem großen Satz vom Baum zur Blumenampel. Durch das Gewicht der Katze fiel die Blumenampel auf den Boden und zerbrach in tausend Teile.
Fritz war erschrocken weggeflogen und die Katze verschwand hinter den Büschen.
Aufgeregt flog Fritz hin und her. Was sollte er machen?
Dann kam ihm eine Idee. Vorsichtig flog er näher, dann packte er die grüne Raupe mit seinem Schnabel und flog zurück zu seinem Nest. Gleich darauf holt er die rote Raupe. Nun hatte er seine Freunde bei sich. Wenn er nun in seinem Nest lag und seinen Freunden von seinen Abenteuern erzählte, war Fritz sehr glücklich.

 

Spatz


Gänse
Bernd war der Star im Hofe des Bauern Kurt. Bernd war ein Ganter. Er hatte schneeweiße Federn, einen langen, geraden Hals und schöne gelbe Füße. Sein schnattern klang melodisch und kaum machte er den Schnabel auf, schmolz jede Gans dahin.
Alle Gänsemädchen schwärmten von ihm und wenn er an ihnen vorbeiging, bekamen sie weiche Knie.
Er war nicht nur der Schönste, er war auch der schnellste. Keiner der anderen Ganter konnte es mit ihm aufnehmen.
Auch Hans nicht. Seine Federn waren grau-weiß, seine Füße waren viel zu groß um schnell zu sein und wenn er schnatterte schmolz kein Gänsemädchen dahin.
Jeden Tag war es das gleiche. Kaum hatte die Frau des Bauern Kurt Futter und frisches Wasser gebracht, kamen die Gänse aus dem Stall gerannt, um ihren Hunger zu stillen.
Dann ging es heiß her auf dem Bauernhof. Jeder wollte den besten Bissen und laut schnatternd stürzten sich alle auf das Futter.
Doch kaum marschierte Bernd durch das Scheunentor wurde es still.
Alle Gänsemädchen blieben stehen und beobachteten wie der stolze Ganter durch den Hof stolzierte und sich die besten Bissen einverleibte. Wie immer fand Hans es albern, dass alle stehen blieben.
„Kommt, esst doch weiter“, forderte er die anderen auf. Doch keiner hörte auf ihn und als er versuchte weiter zu fressen, kniff ihm Bernd so fest in den Po, dass Hans laut schnatternd in die Scheune lief.
Alle lachten. Erst als Bernd satt war, stillten auch die anderen Gänse ihren Hunger.
Auch Hans wagte sich wieder aus der Scheune, um noch ein paar Futterkörner zu suchen.
Als Hans aufschaute, bemerkte er, dass die Frau des Bauern Kurt vergessen hatte die Hoftüre zu schließen.
Auch Bernd hatte es bemerkt und schon forderte er die Gänsemädchen auf, mit ihm auf die nahegelegene Waldwiese zu gehen. Alle waren sofort einverstanden.
„Halt,“ rief Hans, „wir dürfen nicht hinaus, das ist viel zu gefährlich.“
Doch keiner hörte auf ihn. Alle watschelten hinter Bernd her auf die große grüne Waldwiese.
Stolz stolzierte Bernd hin und her und die Gänsemädchen liefen schnatternd hinterher.
Hans stand etwas abseits und beobachtete kopfschüttelnd das Geschehen.
Doch was war das? Hatte er nicht am Waldrand einen buschigen Schwanz gesehen?
„Der Fuchs ist da“, rief Hans voller Angst.
Alle rannten laut schnatternd in Richtung Bauernhof. Am schnellsten rannte Bernd. Vergessen war sein majestätischer Gang. Auf seinen schnellen Beinen rannte er als erster in den Hof.
Die Gänsemädchen waren nicht so schnell. Ihre Angst machte sie kopflos und sie rannten kreuz und quer durcheinander.
Da sprang Hans herzu. „Ich lenke den Fuchs ab“, rief er, „lauft so schnell ihr könnt zum Hof.“ Schon rannte Hans vor dem Fuchs hin und her.
Aus den Augenwinkeln sah er, dass sich die Gänsemädchen in Sicherheit gebracht hatten. Nun rannte auch er in Richtung Hof.
Doch Hans war nicht so schnell. Mit seinen großen Füßen stolperte er immer wieder und der Fuchs kam näher und näher. Schon konnte Hans den Atem des Fuchses spüren.
Au, was war das? Der Fuchs hatte ihn am Hinterteil erwischt und ihm seine größte Feder herausgerissen! Die Angst verlieh ihm Schnelligkeit. Wie wild rannte er weiter.

Von dem lauten Geschnatter war Bauer Kurt aufmerksam geworden. Er kam aus dem Haus und schaute zur Waldwiese. Als er die Gefahr erkannte in der Hans sich befand, rannte er sofort herbei und verjagte den Fuchs. Mit letzter Kraft schleppte sich Hans in den Hof.
Da stand er, zerzaust, dreckig und ohne Schwanzfeder. Er schämte sich. Heimlich wollte er in die Scheune schleichen.
Doch was war das? Alle Gänsemädchen kamen herbei. Sie nahmen ihn in die Mitte.
„Hans, du bist der Beste! Wir danken dir. Du hast uns das Leben gerettet!“ riefen sie.

Von diesem Tag an gehörte Hans dazu und als Bernd kam und Hans beschämt um Verzeihung bat, war die Welt wieder in Ordnung.
Hans und Bernd wurden dicke Freunde. Im Hofe des Bauern Kurt ging alles wieder seinen gewohnten Gang.

 

gaense


 
Igelwanderung
Es war zu Beginn der Sommerzeit. In einer kleinen Höhle unter einem großen Baum lebte eine Igelmutter mit eins, zwei, drei, vier kleinen Igelkindern.
Eines Tages sagte die Igelmutter zu ihren Kindern: „Liebe Kinder, wir müssen uns eine andere Höhle suchen, ihr seid jetzt schon groß und unsere alte Höhle ist zu eng geworden. Ich bitte euch direkt hinter mir zu bleiben, denn unser Weg ist sehr gefährlich.“
Artig liefen Karli und Tisi, Lisi und Sisi, so waren die Namen der Kinder, hinter ihrer Mutter her.
Nach einiger Zeit aber wurde es Karli zu langweilig. Es gab ja auch so viele Dinge zu sehen. Immer wieder machte er eine Beobachtung.
Zwei Ameisen mit einer großen Tannennadel kamen des Wegs. Mit seiner Nase stupste Karli die Tannennadel an und vor Schreck, ließen die Ameisen die Nadel fallen und rannten davon.
Schnell sprang Karli wieder hinter seiner Mutter her. Aber nicht lange, da sah Karli eine Weinbergschnecke.
Interessiert beobachtet Karli wie die Schnecke über den Weg kroch. Schnüffelnd kam Karli näher und sofort zog sich die Weinbergschnecke in ihr Haus zurück.
Erstaunt sah Karli, dass die Schnecke verschwunden war. Nur ein weißes Häuschen lag auf dem Weg.
Ärgerlich lief Karli hinter seiner Mutter her. Die Igelmutter war mit den drei Mädchen inzwischen an einer großen Straße angekommen.
„Hier ist es am gefährlichsten“, sagte die Igelmutter nachdem Karli auch angekommen war. „Wir müssen so schnell wie möglich über die Straße, also bleibt
alle hinter mir.“
Alle rannten los, außer Karli. Er hatte schon wieder etwas seltsames entdeckt.
Ein großer grüner Grashüpfer sprang von einem Halm zum anderen.
Fasziniert beobachtete Karli wie schnell und hoch der Grashüpfer springen konnte. Schon war er verschwunden.
Karli sah nach seiner Mutter. Wo war sie und wo waren die Schwestern?
Nun sah er sie. Sie waren auf der anderen Seite der Straße.
Karli rannte los, aber was war das? Ein großes schwarzes Monster mit großen gelben Augen kam direkt auf ihn zu.
Schnell rollte Karli sich zusammen.
Plötzlich fühlte Karli eine große Hand unter seinem Körper und eine Stimme sagte: „Kleiner Igel du hast Glück, dass ich dich noch gesehen habe und rechtzeitig bremsen konnte.“
Behutsam trug der Mann Karli über die Straße und setzte ihn vorsichtig ins Gras.
Karli war in Sicherheit.
Schnell rannte Karli hinter seiner Mutter her. Bald sind wir an unserem neuen Heim angekommen“, sagte die Mutter und wirklich, hinter einem großen Stein war eine Höhle.
„Diese Höhle ist groß genug für uns, hier wollen wir bleiben“, sagte die Mutter.
Aber Karli hörte schon nichts mehr.
Er war auf der Suche nach neuen Abenteuern.



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 Lämmchen
Lämmchen war allein. Seine Mama war mit Lämmchen auf dem Berg unterwegs. Sie hatten sich von der Schafsherde getrennt.
Sie kamen an einen tiefen reißenden Bach über den ein Brett gelegt war.
Mama Schaf forderte das Lämmchen auf über das Brett zu gehen, aber Lämmchen hatte Angst.
„Ich gehe vor und du kommst nach“, sagte Mama Schaf.
Sie lief über das Brett und dann geschah es: Das Brett fiel ins Wasser!
Nun stand Mama auf der einen Seite und Lämmchen auf der anderen Seite.
„Bleib auf der Wiese, ich versuche irgendwie zu dir zu kommen,“ rief sie.

Nun war das Lämmchen allein.
Ängstlich schaute es sich um. Niemand war zu sehen. Hin und her sprang das Lämmchen. Plötzlich erschrak Lämmchen. Neben ihm saß ein kleines Tier mit großen Zähnen.
„Vor mir brauchst du keine Angst zu haben“, lachte das Murmeltier, aber vor dem Adler der da oben fliegt musst du dich in Acht nehmen.“
Schon stieß das Murmeltier einen Alarmpfiff aus und verschwand in seinem Loch.
Der Adler stürzte sich herab.
Das Lämmchen konnte sich gerade noch hinter einem Stein in Sicherheit bringen.
Ärgerlich flog der Adler davon.
Nur vorsichtig traute Lämmchen sich hinter dem Stein hervor.
Nun hatte es Hunger. Es gab leckere Gräser. Lämmchen entfernte sich immer weiter vom Bach.
Plötzlich wusste es nicht mehr wo es war. „Mama“, rief es. Aber Mama konnte Lämmchen nicht hören.
Traurig legte es sich ins Gras. Es war wohl ein bisschen eingeschlafen, denn plötzlich wurde es angeschubst. Lämmchen machte die Augen auf. Vor ihm stand ein kleines Geißlein.
„He, was machst du denn hier so allein?“ fragte es.
Lämmchen erzählte ihm die Geschichte von dem Brett das ins Wasser gefallen war.
„Komm mit,“ rief das Geißlein, „meine Mama kann dir bestimmt helfen.“
„Natürlich helfe ich dir“, sagte Mama Geiß und lief den beiden voraus ins Tal.
Den Kindern taten schon die Beine weh.
Da war wieder der reißende Bach und dort gab es tatsächlich eine Brücke und wer stand auf der Brücke?
„Mama“, rief Lämmchen und rannte los.
Mama Schaf bedankte sich bei Mama Geiß.
Glücklich ging Lämmchen mit seiner Mama zurück in den Schafstall.

laemmchen



Laubfrösche
Herbert und Willi waren zwei grasgrüne Frösche. Ihr Zuhause war ein kleiner Teich in einem großen Park. Es war ein lustiges Leben. Entweder hüpften sie um den Teich und spielten fangen mit Libellen und kleinen Käfern, oder sie lagen auf einem Seerosenblatt und ließen sich von der Sonne bescheinen.
Eines Tags sagte Herbert: „Willi komm, heute machen wir einen Ausflug. Ich möchte sehen, was es sonst noch interessantes in unserem Park gibt.
„Oh ja“, sagte Willi und hüpfte gleich los.
Was es hier alles zu sehen gab! Herbert und Willi staunten. So viele schöne Blumen und wie die dufteten! Plötzlich kam ein Grashüpfer vorüber.
„Der macht ja noch größerer Hüpfer wie wir“, sagte Willi und Herbert versuchte dem Grashüpfer nachzuhüpfen. Dach bald gab er auf.
Völlig außer Atem kam er zurück.
Aber schon sahen sie etwas neues. Viele kleine schwarze Ameisen liefen aufgeregt hin und her.
Eine Weile schauten Willi und Herbert fasziniert zu, dann hüpften sie weiter.
Am Ende des Parks stand ein kleines Haus. Auf dem Fensterbrett stand ein großes viereckiges Glas. In dem Glas lehnte eine kleine Leiter und zwei kleine Töpfe mit Futter und Wasser standen daneben. In einer Ecke saß traurig ein kleiner grüner Frosch. Herbert und Willi hüpften mit einem großen Satz auf den Fenstersims.
„Was machst du denn in dem Glas?“ fragte Willi erstaunt.
Der grüne kleine Frosch sah die beiden an.
Dann seufzte er: „Ach, man hat mich hier eingesperrt. Ich soll ihnen zeigen wie das Wetter wird. Immer wenn ich auf der Leiter nach oben steige, lachen sie und behaupten es wird schönes Wetter!“
„Warum kommst du nicht raus?“ fragte Willi.
„Ich kann nicht, das Glas ist viel zu hoch.“
Willi und Herbert sahen sich an, dann nahmen sie Anlauf und hüpften mit einem gewaltigen Satz gegen das Glas. Das Glas kippte um und der kleine Frosch sprang heraus.
„Oh wie bin ich froh, ich danke euch.“
„Komm mit uns“, sagte Herbert, „wir wohnen an einem wunderschönen Teich, es wird dir dort sehr gefallen.“
Gerne ging der kleine Frosch, der Ivo hieß, mit Willi und Herbert.
Nun waren sie zu dritt und hatten viel Spaß miteinander.
Entweder sie spielten fangen, oder sie lagen auf einem Seerosenblatt und sonnten sich.

laubfrosch

 
 
Marienkäfer
Einmal lebte ein kleiner Marienkäfer. Jeden Morgen, bevor die Sonne aufging, flog er zu seinem Lieblingsplatz. Es war ein kleiner Busch voll von Läusen.
Wenn die anderen Marienkäfer zum frühstücken kamen, versteckte sich der kleine Käfer unter einem großen Blatt, denn er schämte sich, weil er nicht mal einen Punkt auf seinen Flügeln hatte.
Von seinem Versteck aus beobachtete er die anderen Marienkäfer.
Ein Marienkäfer war besonders schön. Auf jedem Flügel hatte er drei große Punkte. Oh, wenn ich doch nur einen Punkt hätte, dachte der kleine Marienkäfer dann traurig.
Der kleine Marienkäfer wartete immer, bis die anderen Käfer alle satt waren und wegflogen, dann verließ auch er sein Versteck und flog traurig nach Hause.

Eines Tages, als der kleine Marienkäfer wieder in seinem Versteck saß, flog der große Marienkäfer mit den sechs dicken schwarzen Punkten direkt auf sein Versteck zu.
„Was tust du hier?“ fragte der große Käfer.
„Oh ich, oh ich“, stotterte der kleine Marienkäfer und wurde noch röter als er schon war.
„Komm zu uns und iss mit uns von den vielen guten Läusen“, forderte der große Marienkäfer ihn auf.
„Ich will nicht. Ich schäme mich so, weil ich keine Punkte auf meinen Flügeln habe.“
Der große, schöne Marienkäfer lachte. „Das ist doch nicht schlimm, komm mit und sei mein Freund.“
„Du willst mein Freund sein?“ fragte der kleine Käfer erstaunt, „und du lachst mich nicht aus, weil ich keine Punkte habe?“
„Aber nein, ich lache dich nicht aus. Ich freue mich, wenn du mitkommst.“
Nun begann für die beiden eine wundervolle Zeit.
Jeden Tag flogen sie zusammen über die große bunte Wiese, aßen hier ein bisschen, schaukelten auf einer bunten Blume und hatten viel Spaß zusammen.

Eines Tages, als sie wieder über eine Wiese flogen, sahen sie einen Mann, der auf einem Stuhl saß. Vor sich hatte er eine Staffelei. Mit einem großen Pinsel malte er Mohnblumen, Kornblumen, Sonnenblumen und vieles mehr.
Auf seinen Knien hatte er eine Palette mit vielen Farben.
„Lieber Freund“ sagte der große, schöne Marienkäfer, „ich habe eine Überraschung für dich. Setze dich auf den Stein und warte auf mich.“
Der kleine Marienkäfer wurde ganz aufgeregt. Was hatte sein Freund vor mit ihm?
Der große Käfer flog zu dem Mann mit der Palette. Mit allen sechs Beinchen stellte er sich in die schwarze Farbe, dann flog er zurück zu seinem Freund.

Nun stellte sich der große Marienkäfer auf den Rücken des kleinen Mareinkäfers und alle sechs Beine machten einen schwarzen Punkt auf den Flügeln des kleinen Marienkäfers.
Der kleine Marienkäfer war überglücklich!! Nun hatte er auch sechs große, schwarze Punkte auf seinem Rücken.

Voller Freude flogen die beiden Freunde über die große bunte Wiese und verbrachten zusammen einen wunderbaren Sommer.

Marienkaefer

 
 
Porki
Porki war ein kleines Schwein. Es hatte ein rosiges Haarkleid und sein Ringelschwänzchen stand meistens nach oben.
Porki hatte ein schönes Leben. Es wohnte mit seiner Mutter auf einem Bauernhof.
Eines Tages sagte die Bäuerin beim füttern. „Porki, du bist ein richtiges Glücksschwein.“
Glücksschwein, dieses Wort ging Porki nicht mehr aus dem Sinn.
Am nächsten Tag machte sich Porki auf den Weg, um sich als Glücksschwein anzubieten.
Zuerst traf es zwei Schafe.
„Hallo ihr schönen weißen Schafe, soll ich euer Glücksschwein sein?“ fragte Porki
„Nein“, blökten die Schafe, „wir brauchen dich nicht, wir haben ja uns.“
„Dann eben nicht,“ sagte Porki und lief weiter.
Es kam auf eine große grüne Wiese. Dort weideten einige Kühe.
„Hallo ihr großen braunen Kühe,“ sagte Porki, soll ich euer Glücksschwein sein?“
„Muh, muh“, sagten die Kühe, „wir brauchen dich nicht, uns geht es gut auf der schönen grünen Wiese.
„Dann eben nicht,“ sagte Porki und lief weiter.
Bald kam es an einen kleinen See. Als es hineinschaute, sah es sein Spiegelbild.
„Soll ich dein Glücksschwein sein?“ fragte Porki, aber sein Spiegelbild antwortete nicht.
„Dann eben nicht,“ sagte Porki und lief weiter.
Porki kam in den Hühnerhof. Der Hahn stand auf dem Misthaufen und krähte aus Leibeskräften. Die Hühner liefen gackernd hin und her und suchten Futter.
„Hallo, schöner bunter Hahn, soll ich euer Glücksschwein sein?“ fragte Porki.
„Kikeriki!“ rief der Hahn, „wir brauchen kein Glücksschwein.“
„Dann eben nicht,“ sagte Porki und lief weiter.
Keiner will mich, dachte Porki traurig, dabei bin ich doch so ein schönes Glücksschwein.
Als Porki noch überlegte, wohin er gehen und wen er fragen sollte, hörte er plötzlich eine Stimme neben sich. Es war der Wolf.
„Porki“, sagte der Wolf, „ warum bist du so traurig?“
„Ach,“ sagte Porki, „ich möchte so gerne ein Glücksschwein sein, aber keiner will mich haben.“
Oh, dachte der Wolf hinterlistig, das ist eine gute Gelegenheit einen guten Braten für meine Kinder zu bekommen.
Freundlich sagte er zu Porki: „Ich würde mich freuen, wenn du mein Glücksschwein werden würdest. Komm mit mir in den Wald. ich will dich meinen Kindern vorstellen.“
„Oh, das ist schön“, sagte Porki und lief glücklich neben dem Wolf her.
Nach einer Viertelstunde kamen sie in die Nähe der Wolfshöhle.
„Warte hier“, sagte der Wolf zu Porki, „ich will meinen Kindern die freudige Nachricht bringen, dass du unser Glücksschwein sein willst.“
Damit verschwand der Wolf in der Höhle.

„Was tust du denn hier?“ hörte Porki eine Stimme über sich. Als Porki nach oben schaute, saß da eine alte Eule und sah Porki aus großen klugen Augen an.
„Ich darf das Glücksschwein sein vom Wolf und seinen Kindern“, sagte Porki stolz.
„Du dummer Porki“, sagte die Eule, “renn’ schnell nach Hause, denn der Wolf will dich fressen.“
Porki erschrak und plötzlich fiel ihm ein, dass seine Mutter ihn vor dem Wolf gewarnt hatte.
So schnell er konnte rannte Porki zurück. Durch den Wald, über die Wiese, am See vorbei durch das große Tor in den Bauernhof. Außer Atem kam Porki an.

„Ich bin ein richtiges Glücksschwein“, sagte Porki zu seiner Mutter.
„Ja, sagte die Mutter und lachte, „du bist mein Glücksschwein.“
Porki war glücklich.
 
ferkel


 
Schildkröten
Langsam und gemächlich bewegte sich Emmi die Schildkröte zum Wasser. Hin und wieder knabberte sie an einem Grashalm oder roch an einer Blume.
Schön war es hier! Es gab genug zu fressen und es duftete herrlich. Eigentlich hätte Emmi zufrieden sein müssen, aber sie war es nicht.
„Wo ich hinschaue, alle Tiere sind zu zweit oder sogar mehr, nur ich bin allein“, jammerte Emmi.
Es stimmte schon, was Emmi sagte. Es gab viele bunte Schmetterlinge die in der Sonne tanzten, einige Mareinkäfer hatten sich auf einem Blatt niedergelassen und fraßen zusammen Blattläuse. Vögel brüteten in den Zweigen. Mama Igel kam mit ihren vielen kleinen Kindern vorbei.

Nur ich bin immer allein, dachte die kleine Schildröte Emmi.
Traurig lief sie weiter zum Teich und trank von dem guten kühlen Wasser.
Als sie genug getrunken hatte, sah sie sich im Wasser ihr Spiegelbild an.
Sie war stolz auf ihren schönen runden Panzer und ihren langen schlanken Hals.
„Ich bin doch eigentlich sehr hübsch“, sagte Emmi und lächelte ihr Spiegelbild an.
„Das denke ich auch“, sagte plötzlich eine Stimme.
Erschrocken sah sich Emmi um. Niemand war zu sehen.
„Das war doch nicht mein Spiegelbild“, sagte Emmi erstaunt und sah sich wieder im Wasser an.
„Nein“, lachte die Stimme und aus dem Gebüsch kam eine andere Schildkröte.
„Oh,“ sagte Emmi und wurde rot, hast du mich etwa beobachtet?“
„Ja, ich bin Karli und du gefällst mir sehr gut! Wir könnten doch zusammen bleiben, denn ich bin auch ganz allein.“
„Das wäre sehr schön“, sagte Emmi und zu zweit verließen sie den Teich.
Nun sah die Welt viel schöner aus.
Emmi zeigte Karli wo es die saftigsten Gräser gab und wo die schönsten Blumen standen. Zu zweit bauten sie sich unter einer alten Eiche ein Nest und wenn es Nacht wurde kuschelten sie sich zusammen.
Jeden Morgen freuten sie sich auf die Abenteuer, die sie gemeinsam erleben durften.
Es war ein herrliches Leben.


 
Schmetterlinge
Es war an einem schönen Sonntagmorgen. Die Sonne kam langsam hinter den Bergen hervor. Auf der Wiese begann das Leben. Die Tiere kamen aus ihren Höhlen oder flogen aus ihren Nestern und die Blumen öffneten ihre Blütenblätter.

Auf einem Blatt lag ein winziges Ei. Es war in Bewegung.
Eine kleine Raupe schlüpfte aus dem Ei.
Da sie sehr hungrig war, begann sie sofort zu fressen.
Als sich Max die kleine Raupe dick und fett gefressen hatte, schlief sie ein.
Als sie wieder aufwachte, sah sie dass rings herum viele kleine Raupen krabbelten.
Alle waren hungrig und in kurzer Zeit war der Busch leergefressen.
Ich muss mir einen anderen Platz suchen, dachte Max und schon krabbelte er los.
Plötzlich sah Max einen Vogel über sich.
Schnell rollte er sich zusammen, aber es war zu spät.
Der Vogel hatte ihn schon mit seinem Schnabel erwischt und trug ihn hoch in die Luft davon.
Der Vogel trug ihn zu seinem Nest, denn er wusste, da warteten schon seine drei hungrigen Vogelkinder. Max hatte furchtbare Angst, aber er gab nicht auf.
Ich lasse mich nicht auffressen, dachte er.
Als der Vogel am Nest angekommen war, sperrten alle drei Vogelkinder ihre Schnäbel auf. Jeder wollte der erste sein.
Die Vogelmutter machte ihren Schnabel auf.
Auf diesen Augenblick hatte Max gewartet. Schnell rollt er sich zusammen und ließ sich vom Nestrand hinunter ins Gras fallen. Weg war er.
Max blieb eine ganze Weile unter den Grashalmen versteckt, bis er sicher war, dass die Vogelmutter nicht mehr nach ihm suchte.
Jetzt sah er sich um. Wo war er? Ich brauche erst etwas zu fressen, dachte er.
Auf einem kleinen Busch sah er viele Blattläuse. Schnell krabbelte er hinauf und fraß, bis er dick und rund war.
Nun wurde er sehr müde. Ich muss mir ein sicheres Plätzchen zum schlafen suchen, dachte er und wollte sich unter ein großes Blatt legen. Doch da war schon eine andere Raupe.
„Komm“, sagte die kleine Raupe, „du darfst dich ruhig zu mir herlegen.“
Zusammen schliefen sie ein.
Max wusste nicht wie lange er geschlafen hatte, aber als er aufwachte fühlte er sich so seltsam. Über ihm flog ein wunderschöner Schmetterling.
„Komm Max“, rief er, „du bist jetzt auch ein Schmetterling.“
Max sah erstaunt an sich herab.
Oh, was habe ich für schöne Flügel, dachte er.
Vorsichtig bewegte er sie und tatsächlich, er konnte fliegen!

Mit seinem neuen Freund flog Max von Blume zu Blume und trank von dem köstlichen Nektar.
Max und sein Freund blieben den ganzen Sommer zusammen.

schmetterling


 
 
Susi, die Katze
Sie hieß Susi und war eine kleine rote Katze. Alle Katzen auf dem Bauernhof waren schwarz-weiß gefleckt und ärgerten Susi wo sie nur konnten.
Eines morgens beschloss Susi wegzugehen.
Sie lief weg aus der Scheune, die bis jetzt ihr Zuhause war.
Vor Susi lag eine lange staubige Straße und sie hatte keine Ahnung wohin sie sich wenden sollte.
Susi war schon eine ganze Zeit unterwegs, als sie am Straßenrand eine kleine traurige Ente sitzen sah.
„Warum bist du so traurig, kleine Ente?“ fragte Susi.
„Ach, meine Geschwister können alle so gut schwimmen und ich fürchte mich so vor dem Wasser. Da haben sie mich ausgelacht und sind davongeschwommen“, sagte die kleine Ente und eine dicke Träne purzelte ihr über die Wange.
„Komm mit mir, kleine Ente“, sagte Susi, „ich bin auch allein.“
So liefen Susi und die kleine Ente weiter auf der staubigen Straße, die kurz darauf am Waldrand vorbeiführte.
Doch was war das? Susi und die kleine Ente blieben erschrocken stehen.
Vor einem Haselnussbusch saß ein junger Hund und jaulte bitterlich.
„Warum weinst du so?“ fragte Susi und die kleine Ente.
„Ach“, sagte der junge Hund, „mein Herr hat mich einfach aus dem Auto geworfen, weil er mich nicht mehr haben wollte und nun weiß ich nicht, wo ich hingehen soll.“
„Komm mit uns“, sagte Susi und die kleine Ente. Freudig stimmte der junge Hund zu.

Bald wurden die drei dicke Freunde. Jeden Tag gab es neues zu entdecken und Futter fanden sie genug im Wald.
Doch eines Tages sagte Susi: „Wir müssen uns eine warme Bleibe suchen. Die Nächte werden immer kälter und es gibt immer weniger Futter.“
Es stimmte, der Winter war nicht mehr fern und ab und zu wehte ein eisiger Wind.

Eines Abends, als die drei sich auf die Suche nach einem Nachtlager machten, sahen sie in der Ferne einen Lichtschein. Neugierig kamen sie näher. Da stand eine alte Hütte und in der Hütte saß ein alters Mütterlein.
Traurig saß sie auf ihrem Stuhl.
„Ach“, hörten die drei das Mütterlein seufzen, „ich bin so einsam. Niemand findet den Weg zu mir.“ Tränen liefen ihr übers Gesicht.
„Kommt“, sagte Susi, zu der kleinen Ente und dem jungen Hund, „wir klopfen an.“
Tack, tack, tack klopfte Susi an die Tür. Erstaunt machte das Mütterlein auf.
„Wer will denn da zu mir?“ fragte sie.
Als das Mütterlein die drei Tiere sah, war sie überrascht.
„Wollt ihr bei mir bleiben?“ fragte sie. Und als die drei nickten war das Mütterlein überglücklich. Schnell holte sie warme Decken und etwas zu essen und die Tiere machten es sich gemütlich.
Alle vier, das Mütterlein, Susi die kleine Katze, die kleine Ente und der junge Hund waren zufrieden und sie blieben für immer zusammen.

Katze



 
 
Zwei Bären
Ein großer Bär und ein kleiner Bär wohnten zusammen in einer kleinen Höhle.
Oft wanderten sie durch die grünen Wiesen. Manchmal fischten sie oder suchten Beeren. Abends saßen sie auf ihrem blauen Plüschsofa und erzählten sich Geschichten.
Eines Tages sagte der kleine Bär: „Ich gehe weg, ich will etwas von der großen weiten Welt sehen.“
Gleich am nächsten Morgen packte der kleine Bär seinen Rucksack mit Brot, Wurst und einer Flasche Wasser.
Dann nahm er Abschied vom großen Bären und wanderte fröhlich in die Welt hinein.
Lange winkte der große Bär hinterher, dann ging er in die Höhle und setzte sich traurig auf das blaue Sofa.

Der kleine Bär pfiff mit den Vögeln um die Wette. Die Tiere des Waldes grüßten den kleinen Bären. Die Schmetterlinge flogen ihm um die Nase, als er über die Wiese ging und die Blumen dufteten herrlich.
Plötzlich erschrak der kleine Bär. Ein großes Tier stand da auf der Wiese. Mit seinen Hörnern stieß es den kleinen Bären an. „Muh, muh“, sagte es.
Erschrocken rannte der kleine Bär davon. Nach einer Weile bekam er Hunger. Er setzte sich unter einen Baum und aß seine mitgebrachten Brote.
Mmmh, das schmeckte prima.
Kaum war der kleine Bär fertig, hörte er lautes Hundegebell. Ein großer schwarzer Hund rannte über die Wiese auf ihn zu. Im letzten Augenblick konnte sich der kleine Bär auf den Baum retten. Als der Hund endlich weg war, merkte der kleine Bär, dass der Mond aufgegangen war.
Wo soll ich nur schlafen, dachte er und weil er Angst hatte, blieb er auf dem Baum sitzen. Oh, wenn ich nur zu Hause auf unserem schönen blauen Sofa sitzen könnte, dachte er.

Als die Sonne am anderen Morgen aufging, wachte der kleine Bar auf. Er kletterte vom Baum und machte sich auf den Weg zu neuen Abenteuern. Erst suchte er Beeren. Dann versuchte er Fische zu fangen, aber immer schwammen sie ihm davon. Vor lauter Eifer fiel der kleine Bär ins Wasser.
Ärgerlich stieg er heraus und schüttelte sich. Was stand denn da? Es war ein Storch, der einen Frosch im Schnabel hatte. Was es alles für Tiere gibt, staunte der kleine Bär.
Plötzlich roch es nach gebratenem Fleisch. Da merkte er, dass er Hunger hatte.
Langsam schlich er näher. Menschen saßen da und aßen.
Ich will sie fragen, ob sie mir etwas essen abgeben, sagte sich der kleine Bär.
Erstaunt bemerkte er, dass die Menschen schreiend davon liefen.
Na dann esse ich eben alleine, dachte sich der kleine Bär und ließ es sich schmecken.
Auf seiner Weiterreise sah er noch viele andere Tiere: Eine kleine Eidechse, eine große Schafherde, eine Fuchsfamilie und viele andere.
Am Abend legte er sich müde unter einen Baum.
Ein lauter Donnerschlag weckte ihn auf. Regen prasselte auf ihn nieder.
Ängstlich sprang der kleine Bär auf. Er hatte Angst vor Gewitter.
Ich will zu dem großen Bären zurückgehen, dachte er und rannte los.
Der große Bär stand unter der Tür. Er wusste, dass der kleine Bär Angst hatte vor Gewitter.
Da kam der kleine Bär schon angerannt. Der große Bär machte seine Arme weit auf und umarmte den kleinen Bären.
Der große Bär machte einen heißen Tee, dann setzten sie sich auf das große blaue Sofa. Der kleine Bär erzählte alle seine Abenteuer. Zum Schluss aber meinte er: „Am schönsten ist es aber doch bei dir zu Hause.“

zweibaeren